Sozial-Diakonisches Zentrum Stralsund

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Die Trennung des weltanschaulichen Bewusstseins von den Befindlichkeiten des konkreten Daseins birgt Gefahren. Man mag sich trefflich streiten, wer was bestimmt, aber zusammen macht es erst Sinn.

Wenn also Kirche Inhalte vermittelt oder verkündigt und dabei die Dimension der Leiblichkeit anderen überlässt, sollte sie schauen, was da draußen noch Sinn macht.

In der diakonischen Landschaft hat sich viel verändert. Manchmal ist die Seelsorge in den Pflegeeinrichtungen und Beratungsstellen besser als die in mancher Gemeinde. Aber in der Tendenz bleibt sie auf der Strecke, wird Opfer des Kostendrucks, oder - noch viel übler - des profitablen Zwecks.

Darum sind die Mitarbeiter des Sozial-Diakonischen Zentrums dankbar, dass in ihrer Gemeinde das Verständnis für Ihre Arbeit besteht. Freud und Leid sind im Rahmen der Verkündigung in St.Nikolai in einen Gesamtzusammenhang eingebunden, der Halt und Orientierung gibt.

Bei einer arbeitsteiligen Spezialisierung und Professionalisierung der Pflege, Betreuung und Beratung, wie es in der sozialen Dienstleistungsbranche passiert, darf der Anteil der "geistigen Betreuung" nie unter das für die Lebensbewältigung notwendige Maß sinken. Damit ist noch nicht gesagt, wie Seelsorge aussehen soll, sondern nur die Sorge, dass die Seele auf der Strecke bleibt. Die evangelische Kirchengemeinde St. Nikolai in Stralsund trägt als Hauptgesellschafter seit Jahren eine diakonische Einrichtung selbst. Man kann sagen: "noch" - wenn man sieht, wie schwierig diese Aufgabe ist. Man kann aber auch sagen: "Gott sei Dank, wir müssen nicht alles auf die zukünftige Stadt verschieben“


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